Donnerstag, 16. Februar 2017

15.02.2017 Olfen, der erste Rückkehrer

Ich bekam eine Nachricht, dass sich seit dem Wochenende ein Storch in der alten Steveraue in Olfen, aufhält. Da ich früh Feierabend hatte und das Wetter sonnig und warm war, bin ich nach Olfen gefahren. Ich entdeckte den Storch nahe der alten Kläranlage in einer Blänke.
Mit Hilfe der Kamera konnte ich auch seine Ringnummer ablesen. Sie lautet DEW 5X828.
Es handelt sich also um den Brutstorch aus der alten Aue.
Er stakste durch die Blänke und suchte nach Futter. Dabei hatte er Gesellschaft von einem Graureiher und einem Silberreiher.
Hier sind ein paar Fotos




Mit dem Graureiher musste er erst noch die Revierfrage klären.






Gut sieht er aus.
Hoffentlich trifft auch seine Partnerin bald ein.


Auf dem Heimweg habe ich noch kurz beim Steinkauz vorbei geschaut.







Sonntag, 12. Februar 2017

11.02.2017 Luise kehrt zurück

Lange nichts geschrieben. Aber das letzte Jahr war nicht so einfach für mich. Und nun gibts ein neues Jahr und einen neuen Anfang.

Gestern gab es erst mal eine böse Überraschung.
Ich hab die Rollläden hoch gezogen und....
alles war weiß draußen. Es hat geschneit.
Und dieses weiße, nasse, kalte Zeug mag ich nun mal gar nicht.

Dann beim lesen der Zeitung die zweite Überraschung.
Der Winterschlaf ist also vorbei.

Also fuhr ich nach Hervest um den Storch zu begrüßen.
Ich entdeckte ihn an einer Blänke auf der Suche nach Futter.
Glücklicherweise ist der Boden nicht gefroren, so gibt es genug zu futtern.
Ich beobachtete den Storch, er ist unberingt und eher zierlich.
Das Gefieder hat einen leichten Gelbstich.
Es könnte sich um Luise handeln.
Bei unberingten Störchen kann man natürlich nie sicher sein.






Noch ein paar Fotos mit Schnee drauf.
Hoffentlich war es das für diesen Winter.
Es ist ja nun  auch alles wieder weg getaut.
Von mir aus kann es nun Frühling werden.




Zu den Graugänsen haben sich auch einige Blessgänse gesellt.


Hier sieht man noch ein paar Flocken fallen.


Ich lasse mich überraschen, was das neue Storchenjahr bringt.
Hoffentlich kommt Werner zurück, er kann sich ruhig noch etwas Zeit lassen.
Sie fangen immer so früh an mit der Brut.
Anfang Mai wird es meist kalt, nass, windig und die Hervester Störche bringen mit Mühe und Not ihren Nachwuchs hoch.

Eine traurige Nachricht aus dem alten Jahr gibt es auch noch nachzureichen.
Jungstoch Hans flog während seines Zugs in Belgien bei der Stadt Couvin  in eine Stromleitung und verendete am 23.08.2016, knapp 4 Monate alt.

Samstag, 10. September 2016

9.9. Strohwitwer

Es scheint so, als hätte Luise sich auf den Weg in den Süden gemacht.
Am Abend und auch am Abend davor stand nur noch ein Storch im Nest.
Das Storchenjahr mit all seinen Höhen und Tiefen ist so gut wie vorbei.
Ich hoffe so sehr, dass unser Paar, Werner und Luise, auch im nächsten Jahr wieder zu ihrem Nest zurück kommen.
Und nun bin ich mal gespannt, wie lange Werner noch alleine die Stellung hält.

Nachtrag 11.09.
Am 10.09. am Abend war das Nest leer.






Donnerstag, 8. September 2016

8.9. Fischadler in der Steveraue in Olfen

Vor ein paar Tagen war ich in Olfen, wollte mal schauen, ob ich dort noch die Störche treffe.
Das Nest in der alten Aue war allerdings leer.
Ich stand auf der Brücke und suchte die Umgebung mit dem Fernglas ab.
Da bemerkte ich in einer toten Weide rechts der Stever einen großen Vogel.
Zu rund für einen Kormoran und der Kopf und die Brust zu weiß für einen Bussard.


Ich nahm meine Kamera, stellte einen hohen Zoom ein, machte ein Foto und schaute es mir auf dem Display an: es war ein Fischadler.
Ich konnte mein Glück kaum fassen!
Der Fischadler hatte einen ziemlich dunklen Latz, wahrscheinlich ist es ein Mädchen.




Ich überlegte, ob ich meinen Standort wechseln sollte. Meist verschwinden dann die Tiere. Aber ich habe es dann doch gewagt und bin näher ran, ans Weidetor rechts von dem kleinen Wäldchen.
Und der Fischadler ist tatsächlich sitzen geblieben.
Ich konnte ihn von dort aus eine lange Zeit beobachten.
Immer wenn das Floß nahe an seinem Baum vorbei glitt, flog der Adler auf, kreiste überm Gebiet und scheuchte Tauben und Stare auf. Auch die Turmfalken und Bussarde waren nicht erbaut über seine Anwesenheit und stießen laute Warnrufe aus. 
 Entfernte sich das Floß wieder, kehrte er auf seinen Baum zurück.
 



 
Ich konnte ihm auch beim Jagen zu sehen. Er  flog zur Stever, das Wasser spritzte auf.
Ein paar Momente später flog der Fischadler wieder auf.
Er hatte sogar Glück beim fischen.
Er flog auf, schüttelte sich in der Luft, die Wassertropfen stoben nach allen Seiten und er flog wieder auf seinen Baum und verzehrte dann den Fisch. Es war eine Rotfeder, glaube ich. Bei Fischen kenne ich mich nicht so gut aus. Die Beute hatte eine rote Schwanzflosse.



Zuschauer hatte er auch, die Stare sammelten sich auf den Leitungen.


Ich fuhr dann weiter zur neuen Aue, traf dort noch die Störche an.
Auf dem Rückweg fuhr ich noch einmal zur Stelle, wo ich den Fischadler beobachtet habe und er saß wirklich noch dort.


Am nächsten Tag war er schon weiter gezogen in Richtung Süden, in sein Überwinterungsgebiet.

Dienstag, 30. August 2016

29.8. Dorsten Rhade

In diesem Jahr kam ich noch gar nicht bis Dorsten Rhade.
Für mich liegt es aber auch ein bisschen abgelegen, schade eigentlich.
Am späten Nachmittag war ich dort und habe die beiden Altstörche angetroffen, die Jungstörche sind wohl auch schon abgereist.

Ein Altstorch lag im Nest und genoss die Sonne.


Dann wurde er von einem Turmfalken gestört, der wohl nicht mitbekommen hat, dass das Nest besetzt war.
Der Turmfalke suchte sicher für die Jagd nach dem Abendbrot einen guten Aussichtsplatz.
Der Störchin standen danach die Federn zu Berge.


Der Partner lief unterm Nest herum und suchte nach Futter.



Wenig später flog er zu ihr aufs Nest.


Gemeinsam wurde noch kurz geklappert.


Tschüß und alles Gute, falls wir uns nicht mehr sehen.
Gute Reise und kommt gesund zurück.


Montag, 29. August 2016

28.8. Dorsten am Abend

Im Moment sieht man Werner und Luise kaum noch am Nest.
Meist machen sie Ausflüge Richtung Wulfen oder in die Lippeaue oder auf die Felder irgendwo in der Umgebung.
Durch Zufall findet man sie vielleicht.
Sicher sein kann man nur gegen Abend, wenn sie denn zum schlafen wieder in ihr Nest kommen.
Die Frage ist nur, wie lange noch.
Meist reisen sie um den 10. September ab, also rückt der Abschied immer näher.
  
Sonntag Abend


Fotos der letzten Tage